Im Blog Limburg-Mangu schreibe ich über meine Aufenthalte in Kenia, speziell in dem kleinen Ort Mang'u, der sich ca 50km nördlich
von Nairobi befindet.
Mang'u besteht hauptächlich aus einer langen Strasse, auf deren beiden Seiten sich, meist hinter Maisanpflanzungen, die Häuser
der dort lebenden Familien befinden. Weiter gibt es noch an einer Strassenkreuzung einen kleinen Marktflecken mit Obst- und
Gemüseständen, einem Metzger, einem Friseur, einer kleinen Tankstelle, einer Art Baumarkt einem Kiosk und einem Internet Cafe.
Daneben sind hier auch noch einige Schulen angesiedelt.

Achja...eine Kneipe gibts auch noch.

Samstag, 19. April 2014

Autopannen und eine Fahrt nach Nairobi

Letzten Samstag hatten wir das erste mal Pech bei der Heimfahrt. Das Auto musste schon an der Haltestelle, von der wir abfuhren, angeschoben werden. Nach knapp einem Kilometer war die Fahrt allerdings schon wieder zu Ende. Der Wagen blieb stehen und rührte sich keinen Zentimeter mehr. Fahrer und Kassierer stiegen aus, sicherten den Wagen mit einem Stein hinter einem Rad vor dem Wegrollen und kurz darauf waren beide verschwunden. Einige der Fahrgäste machten sich zu Fuß auf den Weg zu einer Haltestelle in einiger Entfernung. Da meine Frau und ich einiges eingekauft hatten, konnten wir diesen Weg nicht nehmen. Also warteten wir erst mal ab und hatten tatsächlich Glück im Unglück . Nach ca. 30 Minuten kam ein Matatu, in dem wir beide mit unseren Einkäufen Platz fanden. Wir bezahlten zwar 120 statt 80 Schilling pro Person, aber wir kamen wenigstens trocken, es hatte mittlerweile angefangen zu regnen, und relativ schnell zu Hause an. Dienstag war ich alleine in die Stadt gefahren und nachdem ich alles erledigt hatte, was ich mir vorgenommen hatte, ging ich zur Abfahrtstelle der Matatus. Ich hatte Glück und ergatterte einen Sitzplatz bei dem ich nicht jedes mal aufstehen musste wenn jemand aus den hinteren Reihen aussteigen wollte. Etwa 6 Kilometer bevor ich an meinem Ziel war, hörten wir einen Schlag gegen das Auto. Der Fahrer hielt an. Er und sein Kassierer stiegen aus und suchten nach der Ursache. Da nichts zu finden war, fuhren wir weiter. Etwas langsamer zwar, da der Wagen nun bei höheren Geschwindigkeiten anfing zu vibrieren, aber es ging weiter. Leider dauerte dieser Zustand nicht allzu lange an. Nach vielleicht 2 Kilometern gab es wieder einen Schlag, etwas fiel auf die Straße und sprang mehrmals zwischen Fahrbahn und Wagenboden hin und her. Damit war die Fahrt zu Ende. Der Kassierer sicherte den Wagen vor dem nachfolgenden Verkehr durch grüne Äste, die er in einigem Abstand hinter dem Wagen auf die Straße legte. Ein Privatfahrzeug, das hinter uns fuhr, hielt an und der Fahrer nahm 4 der hier gestrandeten Fahrgäste in seinem Wagen mit. Andere, die nur bis Gatukuyu fahren wollten, gingen zu Fuß weiter, da ihr Ziel nur etwa 500 Meter entfernt war. Unser Fahrer hielt eines der nachfolgenden Matatus an, handelte den Fahrpreis für den Rest der Strecke mit dem Kassierer des Wagens aus, bezahlte ihn und so konnte der Rest der Passagiere und auch ich den weiteren Heimweg problemlos fortführen. Es wurde zwar ziemlich eng in dem Fahrzeug, da statt der üblichen 20 Passagiere, erlaubt sind eigentlich nur 14, nun etwa 24 Leute im Auto Platz fanden; zwei standen bis zum nächsten Halt in der offenen Tür und mussten sich irgendwie festhalten. Mittwoch wurde eine Fahrt nach Nairobi fällig, da ich mein Visum verlängern lassen musste. Dieses Mal war, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, das Immigration Office sehr voll und auch die Prozedur hat sich etwas geändert. Musste ich im letzten Jahr nur meinen Pass, ein ausgefülltes Formular und 2000 Schilling auf den Tisch legen, brauchte ich diesmal zusätzlich noch 2 Passbilder, eine Fotokopie meines Reisepasses und ein weiteres Formular. Dann wurden noch die Fingerabdrücke von allen Fingern und beiden Händen genommen. Mit schmutzigen Fingern, ein feuchtes Reinigungstuch gabs zum Schluss auch, und meinem ersehnten Stempel im Pass verließ ich dann das gut gesicherte Amt. Nach einem Besuch bei Galito's, einer Hähnchenbraterei in der Innenstadt, gings dann wieder zur Abfahrtsstelle der Matatus in Richtung Thika.